Räder und Reifen:Luftdruck

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Um den richtigen Luftdruck zu bestimmen, kann man sich nach den Vorgaben des Auto- oder Reifenherstellers richten oder einen Luftdruckrechner benutzen.

Leider ruft die Unwissenheit vieler Besitzer ziemlich oft sehr unspezifische Fragen nach dem richtigen Reifendruck heraus, z.B.: "Welchen Luftdruck fahrt Ihr?" wie etwa hier.

Gut gemeinte Tipps wie "Nimm vorne 2,3 und hinten 2,7 bar" sind m.E. äußerst bedenklich, insbesondere, wenn sie für ein anderes Modell (z.B. E92 vs. E91) oder abweichende Motorisierungen gegeben werden. Der notwendige Druck hängt von vielen Parametern ab, darunter Speed-Index, Load-Index, Achslast, VMax, Reifendimension usw. - insbesondere aber von Gewicht und VMax, und die variieren eben sehr stark mit dem Modell.

Größere Unterschiede gibt es z.B. auch bei den Speedindizes der Reifen: Bei Speedindizes ab V wird z.B. die Traglast in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit angegeben (siehe z.B. hier). Bei Speedindex Y sind die Drücke z.B. meist 0,3 bar kleiner als bei W, siehe dieses Bild:

Beispiel Luftdrücke E92 335i

Höhere Speedindizes sind also gut, um bei geringerem Druck weniger holprig durch die Gegend fahren zu können, da ein niedrigerer Druck ausreicht.

Manche Fahrer erhöhen beim Wechsel auf Non-RFTs den Druck, weil sie meinen, die Reifen seien zu weich. Deshalb liest man oft, dass dann andere Drücke verwendet werden.

Überraschenderweise macht aber RFT vs. Non-RFT aber gar keinen Unterschied. Zwar sind die Reifenflanken von RFTs dicker und damit stabiler als die von Non-RFTs, aber im Regelfall sollen sie eben nicht ständig walken und sind somit mit dem selben Druck zu befüllen wie diese.

Beim Conti-Rechner wird zwischen SSR (RFT) und normaler Bereifung nicht unterschieden und in den Luftdrucktabellen anderer Hersteller ist davon auch nichts zu finden.


Sysadm 12:23, 23. Jul. 2012 (UTC)